Verstecktes Idyll - Fotorunde der Eintracht Munster wandelt auf den Spuren von Karl Richard Toepffer
Eine Exkursion mit dem Thema Landschaftsfotografie führte kürzlich 10 Teilnehmer der Fotorunde der Eintracht Munster in das Tal der Lopau. Die Hobbyfotografinnen und -fotografen starten vom Parkplatz in der Nähe des Hauses Fangbeutel an der Lopauer Straße. Die eine Hälfte bewegte sich auf schmalen Wanderwegen rechtsseitig entlang des Flusses Lopau und hatte den Töpferturm zum Ziel (Anm.: Karl Richard Toepffer ist der eigentliche Namensgeber des "Töpferturms" und des "Töpferweges". Im Laufe der Zeit hat sich die Schreibweise des Namens in Töpfer verändert.). Dieser befindet sich nördlich vom alten Dorf am Oberlauf der Lopau auf dem rechten Steilufer. Die Landschaft wird hier von Sümpfen, Niedermooren, Hochstaudenfluren, Erlenbruch- und Auwäldern geprägt und bot so unzählige Fotomotive. Nach dem der Graben aus Wulfsode passiert wurde, konnte wenig später der Töpferturm erreicht werden. Die leicht hügelige Landschaft mit einzelnd stehenden Kiefern erinnert ein wenig an den Harz. Nach einem kurzen Zwischenstopp wurde der Rückweg linksseitig entlang der Lopau angetreten, wobei das Gelände hier sehr flach verläuft und von Mischwald geprägt wird. Die andere Hälfte der Gruppe erkundete die Teiche südlich vom alten Dorf. Auch hier führten schmale Wanderwege entlang der Lopau, die ihren Ursprung in die nahegelegenen Gewässer hat. Auch hier fanden die Munsteraner die gleiche Landschaft wie nördlich des alten Dorfes vor. So konnten beeindruckende Fotos von Flora und Fauna entstehen. Nach rund drei Stunden trafen sich die beiden Gruppen am Ausgangspunkt wieder und erfuhren an einer Schautafel noch einiges wissenswertes über Karl Richard Toepffer. Der Industrielle hatte sich der Urbarmachung des Landes um Lopau herum durch Tiefkultur mittels "Fowlerschen Dampfpfluges", mit dem man bis zum 65 cm tief in die Erde kam, verschrieben. Spuren dieser Art der Bodenbearbeitung sind heute noch in Lopau sichtbar, unter anderem am Töpferturm. Den Nachmittag ließ die Fotorunde anschließend bei Kaffee und Kuchen in Wulfsode ausklingen.

Der sogenante Graben aus Wulfsode - ein herrliches Stück Landschaft.

Die naturbelassene Lopau bot sehenswerte Fotomotive.

So zerstörerisch kann die Natur sein - atemberaubend und erschreckend zugleich.
Text: Jens Hoffmann
Fotos: Wilhelm von Alm, Dieter Peitz und Ingrid Aulenbach